Die Haut

Die Haut (altgriechisch: Derma, lateinisch: Cutis) ist das größte Einzelorgan des Menschen mit einer Fläche von ca. 2 Quadratmetern und einer Dicke von 1-4 mm. Das dehnbare Flächenorgan wiegt bei einem erwachsenen bis zu 11 Kilogramm. Die Hautfarbe, auch Teint genannt, variiert von Menschen zu Mensch. Dies wird durch den Pigmentgehalt, der Dicke der obersten Hautschicht und von der Blutmenge beeinflusst. 

Die Aufgaben der Haut sind äußerst wichtig und sehr vielfältig. Sie umhüllt den gesamten Körper wie einen Mantel und bildet mit ihren Anhangsgebilden, Haare und Nägel, eine wichtige Schutzfunktion gegenüber Umwelteinflüssen. Konkret bedeutet dies: Schutz vor Stöße und Druck, Eindringen von Schmutz oder Mikroben, sowie Flüssigkeiten. Ebenso mindert die Haut Strahlungen, wie beispielsweise UV-Strahlung. Sie reguliert den Wärmehaushalt und schützt den menschlichen Organismus vor dem Austrocknen, Hitze und Kälte. Außerdem dient die Haut als empfindliches Sinnesorgan, mit dem der Mensch seine Umwelt tastend wahrnehmen kann. Zudem sie sich an der Kreislaufregulation, an der Absonderung von Talg und Schlackenstoffen. Sie ist ein Atmungs- und Ausdrucksorgan. 

Aufbau der Haut

Die Haut besteht -von außen nach innen- aus 3 Schichten. Hinzu kommen noch die Hautanhangsgebilde: die Haare, Nägel und Schweißdrüsen. Jeder der drei Hautschichten ist verschieden aufgebaut und unterscheidet sich in ihrer Funktionalität. 

  • Oberhaut (Epidermis) 
  •  Lederhaut (Dermis)  
  •  Unterhaut (Subcutis) 


Betrachtet man die einzelnen Hautschichten genauer, erkennt man, dass die Oberhaut aus mehreren übereinander geschichteten, verschieden gebauten Zellen besteht. Charakterisiert wird die Lederhaut durch ein dickes Netz von Fasern, welches Blutgefäße, Nerven und kleine Muskeln beinhaltet. Die Unterhaut wird von lockeren, maschenartig angeordneten Fasern gebildet und besteht aus Binde- und Fettgewebe. 

Mehr zu den einzelnen Hautschichten

Oberhaut

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Die Oberhaut, auch Epidermis genannt, besteht aus 5 Zellschichten 

  a) Stratum corneum (Hornhaut)

  • Die Hornhaut besteht zu 50 % aus Horn (Keratin), 20% aus Fett, zu 24% aus wasserlöslichen Substanzen wie Mineralien und Harnstoffen, und zu 7% aus Wasser. Die letzteren Stoffe bilden den sogenannten Säure-Fett-Wasser Mantel der Haut. 


  b) Stratum lucidum (Leuchtschicht) 

  • Die Leuchtschicht ist eine sehr schmale Schicht unterhalb der Hornhaut. Hier entdeckt man eine Substanz, namens Eleidin, welcher ein fettartiger Eiweißabkömmling ist. Ihre wichtigste Eigenschaft ist der Haut Glanz und Geschmeidigkeit zu verleihen. Zudem wirkt sie Wasserabweisend. 


  c) Stratum granulosum (Körnerschicht) 

  • Die Körnerschicht beinhaltet eine Vorstufe des Keratins, das Keratohyalin, welches für die Verhornung benötigt wird. 


  d) Stratum spinosum (Stachelzellschicht) 

  • Die Stachelzellschicht besitzt Zellen mit kleinen stachelförmigen Fortsätzen, daher auch der Name. Sie ist reich an Eiweißen, Fetten und Mukopoly-sacchariden. Die meisten Hauterkrankungen mit Blasenbildungen entstehen in dieser Schicht. Ebenso befinden sich die, zu dem Immunsystem gehörende, Langenhans Zellen hier.


  e) Stratum basale (Grund- oder Blasenzellschicht) 

  • Die Blasenzellschicht bildet zusammen mit der darüberliegenden Stachelzellschicht die Keimschicht der Epidermis. Zusammen sind sie für die ständige Erneuerung der Haut zuständig. Dies erfolgt aus der Neubildung der Keratinozyten mit Hilfe der Zellteilung von Stammzellen. Zusätzlich findet man hier die Merkelzellen, welche mit den Nervenfasern verbunden sind und ein wichtiger Bestandteil für das Tastgespür darstellen. In der Blasenzellschicht sind des Weiteren Melanozyten vorzufinden, die für die Pigmentierung der Haut verantwortlich sind.

Lederhaut

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Die Dermis grenzt wellenförmig an die Oberhaut und ist mit ihr verbunden. Die Grundsubstanz wird aus zwei Arten von Fasern gebildet, den Kollagenfasern und elastischen Fasern. Somit ist eine der wichtigsten Funktionen der Haut gewährleistet: der Reißfestigkeit und der Eigenschaft sich zu dehnen. Zudem findet man in dieser Hautschicht kleine Blutgefäße, Nervenfasern, Talg, sowie Schweißdrüsen, Haare, die teilweise bis zur Subkutis reichen und kleine glatte Muskeln, die den Haaren zum Aufrichten verhelfen. 

Unterhaut

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Typisch für die Unterhaut ist das lockere Netz von Fasern, in denen sich viele Fettzellen wabenförmig eingelagert haben. Dieses Fettpolster dient als riesiger Energiespeicher und Wärmeschutz, reguliert den Wasserhaushalt und schützt den Organismus wie eine Art Polster. 

Zusätzlich findet man hier: Nerven, Haarwurzeln, Drüsen, Blutgefäße und Muskelzellen. Allerdings sind Vater-Pucini-Lammzellenkörperchen nicht überall in der Unterhaut aufzufinden. 

 Wissen : Rund um die Haut

Hier findet Ihr einige Aufklärungsvideos:

(Diese Seiten sind noch im Aufbau und noch nicht komplett.)


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